Leben mit Neurodermitis aus der Sicht einer Mutter

Blogged under Nahrungsmittelallergie by Monika on Friday 30 July 2010 at 12:00 am

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Das ist die Geschichte zweier junger Patientinnen. Sie kamen 2007 mit stark ausgeprägten Neurodermitis-Symptomen zu mir in die Praxis. Ein Imupro 300-Test zeigte eine Reihe von Nahrungsmitteln auf, die zur Belastung des Stoffwechsels und des Immunsystems führten. In der folgenden Behandlungs-Phase wurden die getesteten Nahrungsmittel gemieden und individuell ausgetestete Nahrungsergänzung in therapeutischer Dosis zugeführt. Heute nach mehr als 2 Jahren regelmäßiger Betreuung hat sich das Hautbild und damit auch das Wohlbefinden beider Patientinnen wesentlich gebessert. Die Diät konnte teilweise gelockert werden und manche Nahrungsmittel wieder zugeführt werden. Die Dosierung der Nahrungsergänzung wird noch immer regelmäßig von mir ausgetestet und kontrolliert, wobei die Patientinnen mit der Zeit ein Gefühl für die richtige Dosierung ihrer Vitamine und Spurenelemente entwickeln und auch für einige Zeit selbst ohne meine Hilfe zurechtkommen.

Die Mutter der beiden berichtet folgenden Verlauf der Erkrankung ihrer beiden Töchter:

( die Namen wurden geändert…)

Unser erstes Kind, eine Tochter, wurde 1984 in Graz geboren. In den ersten 4 Monaten war das Glück perfekt. Raue Stellen der Haut an den Außenseiten der Unterschenkel waren mir zwar schon unmittelbar nach der Geburt aufgefallen, sie verschwanden aber schnell wieder.

Als unsere Simone 4 Monate alt war, besuchten wir meine Eltern in Deutschland. Kurz davor bekam unser Baby die erste Teilimpfung „DiPertTe“ und wir begannen auch nach Plan mit der Ausweitung des Speiseplans neben dem Milupa-Fläschchen: Karotten, Äpfel und Bananen, so wie das eben so üblich war.

Die ersten rauen roten Flecken bekam Simone während des Besuchs bei den Großeltern im Brustbereich.

Wieder zu Hause in Graz fragte ich den Kinderarzt, der mich folgendermaßen beruhigte: das vergeht alles wieder von selbst, wenn nicht gibt es Salben „mit Zusatz“.

Leider verschwanden die Flecken nicht von selbst, sondern verlagerten sich auf Hände, Handgelenke und Beine. Selbst mit ausgiebigem Cremen konnten wir den extrem trockenen schuppigen Stellen nicht beikommen. Wir begannen daraufhin, Informationen über die damals noch recht unbekannte Erkrankung namens Neurodermitis zu sammeln, auch weil zu diesem Zeitpunkt die Meinung vorherrschte, die Krankheit sei ausschließlich nervlich bedingt auch durch belastete Familiensituationen, zu hohe Anforderungen usw.

Als Eltern kommt man dann schnell in die Situation, sich ständig rechtfertigen zu müssen, obwohl man nicht genau weiß wofür. Dazu die Belastungen durch den Juckreiz, der Kindern und Eltern den Schlaf raubt. Linderung verschafften uns selbst genähte Fäustlinge aus Flanell, die das Blutig kratzen verhindern sollten.

Kortisonsalben und Antihistaminika waren das einzige Angebot der Schulmedizin.

Wir landeten daher recht schnell in homöopathischer Behandlung, versuchten alles von klassischer Homöopathie über Bachblüten und einer vegetarischen Diät nach Dr. Bruker: keine Kuhmilch, keine Eier, keine Konservierungsstoffe und Nahrungsmittelzusätze, wenig Zucker, dafür Vollkornprodukte, Obst und Gemüse.

Auch der normale Alltag hatte Hürden, es galt die passenden Wasch- und Putzmittel zu finden, die am wenigsten belastend sein würden, auch beim Kauf von Bekleidung musste auf entsprechende Qualität geachtet werden.

Simone war 3 Jahre alt, als ein Allergietest eine Hausstaubmilben- und Kuhmilchallergie ergab. Federbettzeug und Teppiche wurden im gesamten Haushalt entfernt und Allergikergeeignetes angeschafft.

Als dann unsere zweite Tochter Anja 1987 geboren wurde, glaubten wir, uns schon recht gut auszukennen. Anja bekam von Anfang keine Kuhmilch, nach dem Abstillen gab es ein Fläschchen aus Sojapulver, dass wir extra aus Deutschland importierten, in Österreich gab es damals nichts Vergleichbares für Babys. Bei der vegetarischen Diät machte sowieso die ganze Familie mit, wir wollten unseren Kindern nicht ständig etwas vorenthalten, das die Eltern „durften“, sie aber nicht.

Zudem hat es uns auch nicht geschadet, manchmal überkam uns anfangs am Abend die Lust auf ein Stück gebratenes Fleisch, und wenn die Kinder schliefen gab es eine kleine „Fressorgie“, aber das kam immer seltener vor. Ich stellte sogar bei mir fest, dass mir die Sojamilch besser schmeckt und bekommt, als Kuhmilch.

Aus heutiger Sicht waren das alles kleine Schritte hin zur Besserung. Auch die in den 90er Jahren entdeckte Bioresonnanz-Therapie war hilfreich.

Bei Anja sah alles gut aus, sie schien gesund bis zu ihrem 2. Geburtstag: wieder eine Teilimpfung und zwei Wochen später die ersten Flecken, diesmal auf der Stirn.

Zuerst dachten wir, ok, alles schon mal dagewesen, kriegen wir in den Griff. Aber was dann kam stellte alles in den Schatten. Bei Anja brach die Krankheit so heftig aus, vor allem im Gesicht und am Kopf. Das bedeutete für uns als Eltern schlaflose Nächte, weil wir immer abwechselnd unser Kind im Bett hatten, streichelten um den Juckreiz zu minimieren. Bettzeug musste fast täglich gewechselt werden, da unsere Anja die nässende Variante des atopischen Ekzems hatte.

Dieser intensive Schub dauerte ca. ½ Jahr bis zum Frühjahr 1990. Und dann die Erkenntnis: zwei Kinder mit der gleichen Erkrankung aber völlig unterschiedlichen Reaktionen. Es galt herauszufinden, was für jedes unserer Kinder gut oder schlecht war.

Dann griffen plötzlich die Maßnahmen der Alternativbehandlung bei Anja und alles war vorüber.

Während Simone immer mal wieder offene Hände hatte, war Anja über fast 10 Jahre ohne Symptome.

Erst am Beginn der Pubertät begann die Krankheit wieder durchzudringen, die Hoffnung, dass sie sich bis dahin „auswächst“, erfüllte sich leider in unserem Fall nicht. Dies war zum Teil auch bedingt dadurch, dass die Kinder nun ihre Ernährung „altersbedingt“ auf Fastfood umstellten und dies auf lange Sicht schlecht vertrugen.

Am Anfang ging es durchaus eine Zeitlang gut und man kann dann als Mutter schwer argumentieren: passt auf, zu viel von dem Zeug ist sowieso ungesund und für euch erst recht.

Anja färbte sich auch intensiv die Haare, obwohl sie eigentlich immer Probleme mit einer empfindlichen Kopfhaut hatte. Mit 16 hatte sie zudem eine EBV-Infektion, die am Anfang nicht erkannt und daher mit Antibiotika behandelt wurde. Dies hatte zur Folge, dass ihr Immunsystem völlig entgleiste: schlimme Schübe, Haarausfall und eine Eisenverwertungsstörung waren die Folge.

In ihrer Verzweiflung und nach einer Mandel-OP war Anja allmählich wieder bereit, zu überlegen was gut für sie ist und was nicht, die Besonderheiten der Erkrankung, von der man heute ja weiß, dass die Veranlagung zum Großteil vererbt wird, zu akzeptieren und Eigenverantwortung zu übernehmen.

Zum Glück wuchsen die Haare wieder normal nach.

Bei Simone verlief alles gemäßigter, sie aß annähernd alles, bekam allerdings im Lauf der Zeit eine stark schuppende Haut – Ichthyosis.

Vor 2 Jahren hörte ich von einer neuen Möglichkeit, mittels einer Blutuntersuchung Nahrungsmittelallergien aufzuspüren. Dass sich bestimmte Nahrungsmittel schlecht auf den Hautzustand unserer Kinder auswirkten, hatten wir ja schon vor 20 Jahren beobachtet. In der Zwischenzeit weiß man aber so viel mehr über Neurodermitis bzw. das atopische Ekzem.

So kamen wir zu Imu-Pro und Frau Dr. Monika Schiffer.

Mittlerweile haben beide Mädchen den Test gemacht und halten entsprechende Diäten ein. Der Erfolg und eine durchgreifende Besserung stellten sich allerdings erst nach einigen Wochen ein.

Heute wissen sie ganz genau, was sie nicht oder nur schlecht vertragen. Sie haben sozusagen einen Leitfaden in der Hand, das Ausprobieren, das bisher ihr Leben bestimmte, hat ein Ende, zumindest bezüglich der Nahrungsmittel.

Bei anderen Dingen des täglichen Bedarfs müssen sie nach wie vor auf Verträglichkeit achten und das „Herum probieren“ bleibt ihnen nicht ganz erspart.

Die seelische Verfassung besserte sich mit der Besserung des Hautzustands und durch die umfassende Betreuung von Dr. Schiffer. Auch sind sie es aus der Kindheit gewohnt, auf ihre Essgewohnheiten zu achten.

Was in all den Jahren schlecht in den Griff zu kriegen war, waren die Reaktionen von Freunden, Großeltern und Verwandten. Während meine Mutter teils aus der Ferne die Maßnahmen zu 100% unterstützte, steckten andere unserem Kind (später unseren beiden Kindern) immer wieder Süßigkeiten zu und wollten einfach nicht verstehen, dass es ihnen schadete und sie es durch vermehrten Juckreiz büßen mussten. Auch bedauernde Blicke und Bemerkungen waren alles andere als hilfreich. Andererseits gab es verständnisvolle Freunde, bei denen wir sicher waren, dass keine Diät-Ausrutscher passieren und die unsere Lebensweise als normal betrachteten. Auch der Austausch mit Leidensgenossen tat und tut gut.

Es war uns immer wichtig, mit der Neurodermitis ein so normales Leben wie eben möglich zu führen.

Wir wissen, dass die Veranlagung ein atopisches Ekzem zu entwickeln, vererbt ist und wir als Eltern als solches keine „Schuld“ haben, sondern dass man lernen muss, mit dem was man von seinen Vorfahren mitbekommen hat, zu leben und das Beste daraus zu machen.

Austestung von Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Blogged under Nahrungsmittelallergie by Monika on Sunday 21 February 2010 at 5:35 pm

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Seit über 5 Jahren führe ich in meiner Praxis Austestungen von Nahrungsmittelunverträglichkeiten durch, und erlebe erstaunliche  Besserungen des Allgemeinbefindens meiner Patienten bei Einhaltung einer auf sie abgestimmten Diät. Allein das Weglassen unverträglicher Nahrungsmittel kann viele Symptome lindern. Nach einer ausführlichen Anamnese und entsprechenden Laboruntersuchungen wird eine individuell abgestimmte Diät empfohlen, die für einen bestimmten Zeitraum und manchmal auch lebenslang eingehalten werden soll. Die Kosten für die Austestung und Diagnostik von Nahrungsmittelunverträglichkeiten werden je nach der Art der Untersuchung von der Krankenkasse übernommen oder privat verrechnet.

Nahrungsmittelallergie

Blogged under Nahrungsmittelallergie by Monika on Monday 9 June 2008 at 2:36 pm

Wenn das tägliche Essen zum Problem wird, sich chronische Beschwerden und Erkrankungen einstellen und wenn die Ursache nicht eindeutig klar ist, kann es sich um eine chronische Unverträglichkeit bestimmter Nahrungsmittel handeln.

Nahrungsmittel-Allergie

Man unterscheidet verschiedene Reaktionen des Immunsystems auf Nahrungsmittel-Allergene:

Allergie vom Typ I (Sofortreaktion):
Die Symptome treten sehr schnell innerhalb einer halben Stunde nach Kontakt mit dem auslösenden Antigen auf und bleiben bis zu einem Tag bestehen.
Es kommt zur Bildung von IgE -Antikörper (wie z.B. bei einer Allergie auf Pollen, Nüsse, Latex, Tierhaare, Staubmilben, Zitrusfrüchte, etc)
Symptome:
Müdigkeit, Juckreiz und Brennen der Augen und Nase, Entzündungen und Schwellungen im Bereich der Augen, Nasen- und Mundschleimhaut, Atemnot und allergisches Asthma bronchiale. Die Reaktionen umfassen leichtere Beschwerden bis hin zum lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock. Über Kreuzreaktionen mit Nahrungsmittel können auch Magen-Darmbeschwerden entstehen.
Die Diagnose erfolgt über einen speziellen Hauttest (Pricktest) oder über IgE-Antikörper – Bestimmung im Blut.

 Allergie vom Typ III: Die Reaktion vom verzögerten Typ tritt nach einigen Stunden bis 2 Tagen auf und ist besonders schwer zu erkennen, da die Symptome erst verspätet auftreten, und der Bezug zum auslösenden Nahrungsmittel fehlt.
Diese Allergie kann Auslöser einer Reihe von Erkrankungen sein:
Neurodermitis, Psoriasis, Nesselsucht, Juckreiz, unreine Haut,
Blähungen Durchfälle, Verstopfung, Reizdarm, Sodbrennen,
Besserung der Symptome durch Fasten,
chronische Müdigkeit oder Unruhe, ADHS, Depression, Stimmungsschwankungen,
hoher Blutdruck,
starke Gewichtsschwankungen von Tag zu Tag, Übergewicht,
Kopfschmerzen, Migräne,
häufige Infekte,
Gelenksbeschwerden, rheumatische Beschwerden,
Erkrankungen in der Schwangerschaft: wie hoher Blutdruck, Schwangerschaftserbrechen, Diabetes, mögliche Übertragung der Nahrungsmittelallergie auf das Kind (auch in der Stillzeit).

Allergien vom Soforttyp bessern sich häufig bei Einhalten einer Imupro-Diät !
Diagnose: Nahrungsmittelimmunprofil Imupro 300 oder Imupro 100frucht002

 

 

 

 

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